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Diakonie: 7 Wochen leben mit Hartz IV

Die Diakonie stellt in einer Pressekonferenz die Aktion "7 Wochen leben mit Hartz IV" vor.

Die Diakonie im Selbstversuch: 7 Wochen leben vom Regelsatz Hartz IV lautet die Aktion der Landeskirche Hannover, an der sich auch weitere niedersächsische Kirchen beteiligen.

Während die eigene Belegschaft in der Diakonie am Dienstag in Hannover für mehr mehr Lohn auf die Straße ging, stellt die Landeskirche Hannover ein neues Projekt vor: "Sieben Wochen leben mit dem Hartz 4 Regelsatz." Die evangelische Landeskirche Hannover stellt sich dabei folgende Frage: "Stimmt es, dass man problemlos von SGB II-Leistung leben kann, wenn man einfach auf ein bisschen überflüssigen Konsum verzichtet?" Mit der Aktion will das Diakonische Werk ein Stück Selbsterfahrung mit der Fastenzeit verbinden. Hartz IV bedeutet Einschränkungen für die gesamte Lebensführung – Einschränkungen, mit denen in Deutschland gezwungenermaßen immer mehr Menschen leben müssen. Die Hartz IV Aktion soll während der diesjährigen Passionszeit vom 21. Februar bis zum 07. April durchgeführt werden.

Die gesamte "Hartz IV Aktion" ist so konzipiert, dass es sich möglichst nahe an der Realität orientiert. Im Vordergrund steht die Möglichkeit, sowohl eigene Erfahrungen mit Armut und Ausgrenzung zu machen als auch Informationen zum Thema Hartz IV zu erhalten und solidarisch zu handeln. An den verschiedenen Standorten sollen sich Haushalte der Gemeinde zur Teilnahme anmelden. Die Aktion der Landeskirche Hannover stellt jedoch das Konzept Hartz IV ansich nicht Frage, sondern setzt hierbei mehr auf Fasten und Selbsterfahrung ihrer Kirchengänger.

Die Aktion ist nicht neu; schon in der Vergangenheit haben vorallem Menschen aus der christlichen, mittleren Oberschicht diesen "Selbsterfahrungstrip" vollzogen und waren schockiert von der Lebensrealität der Menschen, die von Hartz IV leben müssen. Sanktionen, willkürliche Behandlungen bei den Ämtern und sog. "Ein- Euro- Jobs" werden wohl bei dieser Aktion ausgesparrt bleiben. Damit fehlt eine wesentliche Komponente in der Lebensrealität von Erwerbslosen. (Gr, 21.02.07)

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