Top 15 der bestbezahlten 520-Euro-Minijobs

Lesedauer 3 Minuten

Minijobs, auch als 520-Euro-Jobs bezeichnet, sind nach vor wie weit verbreitet und eine Möglichkeit für Menschen, die Bürgergeld oder andere Sozialleistungen beziehen, etwas dazuzuverdienen. Im Juni 2023 gingen immerhin 350.000 Bürgergeld-Bezieher/innen im Juni 2023 einer derartigen geringfügigen Beschäftigung nach.

In diesem Artikel stellen wir die am besten bezahltesten Minijobs vor. Dabei gilt: Je höher der Stundenlohn, desto weniger Stunden müssen gearbeitet werden, um die Minijobgrenze von 520 Euro zu erreichen.

Die Durchschnittlöhne stammen aus dem “Entgelt Atlas” der Bundesagentur für Arbeit.

Das sind die im Durchschnitt am besten bezahltesten Minijobs

1. Kellnern und Servicepersonal (Platz 15)

Klassische Minijobs in der Gastronomie bieten einen Stundenlohn von etwa 12 Euro. Trotz des Trinkgelds erfordert der Job viel Einsatz und Belastbarkeit.

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2. Fahrradkuriere und Lieferdienste (Platz 14)

Für Abenteuerlustige bietet die Arbeit als Fahrradkurier einen Stundenlohn von etwa 13 Euro. Flexibilität ist gefragt, ebenso wie Wetterfestigkeit und Fitness.

3. Call Center Agent (Platz 13)

Mit durchschnittlich 13 Euro pro Stunde ist der Job als Call Center Agent eine Option. Hier sind Kommunikationsfähigkeit und Durchhaltevermögen gefragt.

4. Kassierer (Platz 12)

Nicht nur an der Supermarktkasse, sondern auch beim Verkauf von Eintrittskarten winken etwa 14 Euro pro Stunde. Jobs sind oft verfügbar, jedoch kann es hektisch werden.

5. Animateur (Platz 11)

Spaßmacher auf Kreuzfahrtschiffen oder Campingplätzen verdienen durchschnittlich 14 Euro pro Stunde. Ein Job für diejenigen, die gerne unter Menschen sind.

6. Lagerhelfer (Platz 10)

Packen und Anpacken: Lagerhelfer verdienen etwa 14 Euro pro Stunde. Hier sind Ausdauer und körperliche Fitness gefragt.

7. Tester/Testpersonen (Platz 9)

Mit etwa 15 Euro pro Stunde können Tester Produkte von Müsliriegeln bis Toastern ausprobieren. Gutes Protokollieren ist dabei entscheidend.

8. Postabfertigung (Platz 8)

Postsortierung und -transport bieten einen Stundenlohn von etwa 16 Euro. Hier sind Standfestigkeit und Schichtarbeit gefragt.

9. Bürohelfer (Platz 7)

Für kleinere Büroarbeiten winken etwa 16 Euro pro Stunde. Zuverlässigkeit ist hier das A und O.

10. Fremdenführer (Platz 6)

Mit etwa 20 Euro pro Stunde können Fremdenführer lokale Sehenswürdigkeiten präsentieren. Gute Ortskenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten sind hier gefragt.

11. Übersetzer (Platz 5)

Mit etwa 21 Euro pro Stunde können Übersetzer flexibel von zu Hause aus arbeiten. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind ein Muss.

12. Tracer/Kleiderbetreuer (Platz 4)

Kleiderbetreuer für Darsteller in Film und Theater verdienen etwa 21 Euro pro Stunde. Ein exotischer Job, der Flexibilität erfordert.

13. Promoter (Platz 3)

Produkte in Fußgängerzonen bewerben kann bis zu 23 Euro pro Stunde einbringen. Kommunikationsfreude und Überzeugungskraft sind hier gefragt.

14. Nachhilfelehrer (Platz 2)

Mit etwa 28 Euro pro Stunde ist Nachhilfe geben eine gut bezahlte Option. Fachkenntnisse sind jedoch essentiell.

15. Komparse/Stadtist (Platz 1)

Der exotischste Job auf der Liste: Kleindarsteller können bis zu 29 Euro pro Stunde verdienen. Diese Jobs sind jedoch schwer zu bekommen und erfordern meist Wohnortnähe zu Drehorten.

Was muss bei einem Minijob beachtet werden?

Der Minijob gilt als Einkommen, und Bürgergeld-Bezieher müssen ihn wie jedes Einkommen dem Jobcenter melden. Die Einnahmen aus dem Minijob, die höher sind als der Freibetrag, werden zu 80 Prozent auf das Bürgergeld angerechnet. Als Plus bleiben also 20 Prozent über. Es gibt Ausnahmen, in denen im Einzelfall ein höherer Freibetrag gewährt wird.

Mindestlohn und Minijob 2024

Der gesetzliche Mindestlohn ist seit Oktober 2022 auf 12 Euro pro Stunde festgelegt. Minijobber /innen dürfen damit bis zu 43,33 Stunden pro Monat arbeiten. Ab Januar 2024 steigt der Mindestlohn auf 12,41 Euro pro Stunde. Mit derselben Stundenzahl erhöht sich das Einkommen aus einem Minijob dann von 520 Euro auf 538 Euro.

Wie sind die Rechte im Minijob?

Minijobber/innen gelten rechtlich als Teilzeitbeschäftigte. Damit haben sie im Arbeitsrecht generell die gleichen Rechte wie Menschen, die in Vollzeit tätig sind.
Darunter fallen:

  • Kündigungsschutz,
  • Weiterzahlung bei Krankheit des Kindes,
  • Vergütung an Sonn- und Feiertagen,
  • Mutterschaftsgeld,
  • schriftliche Information über die Vertragsbedingungen,
  • gesetzliche Unfallversicherung,
  • besonderer Schutz bei Schwerbehinderung
  • und das Ausstellen von Arbeistzeugnissen

In der Realität sieht das jedoch oft anders aus, und Minijobber/innen werden häufig schlechter behandelt als Beschäftigte auf Basis einer Sozialversicherung.

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