Rente 67 führt zu Rentenkürzung

Gegen-Hartz bei Google hinzufügen

Die Rente mit 67 führt zu niedrigeren Renten. VdK fordert Gesamtkonzept für verstärkte Beschäftigung Älterer

"Die Rente mit 67 ist ein Rentenkürzungsprogramm und muss gestoppt werden. Kaum jemand wird künftig auf 45 Jahre Beitragsjahre kommen, um dann mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Rente mit 67 bedeutet dann für die meisten noch niedrigere Renten. Für viele wird es zur Illusion werden, künftig überhaupt ohne oder nur mit geringen Abschlägen in Rente gehen zu können. Die Armutsgefährdung für künftige Rentner steigt."

Dies erklärte der Präsident des Sozialverband VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, zur heutigen Expertenanhörung im Deutschen Bundestag.

Hirrlinger: "Erst wenn alle, die können und wollen, tatsächlich auch bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren arbeiten dürfen, kann man über eine Anhebung des Renteneintrittsalters nachdenken. Stattdessen will man Rentnerinnen und Rentner für die Folgen der verheerenden Frühverrentungs-Praxis aufkommen lassen." Der VdK-Präsident forderte eine verbindliche Klausel, dass bei ausbleibender positiver Entwicklung des Arbeitsmarktes eine Überprüfung des Gesetzes zur Rente mit 67 stattfindet.

VdK-Chef Hirrlinger forderte ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen. Viel zu wenig Arbeitnehmer seien bereit, Ältere einzustellen oder weiter zu beschäftigen. "Wir brauchen entsprechende gesetzliche Regelungen zur lebenslangen Aus- und Weiterbildung, Prävention, gesundheits- und altersgerechten Arbeits-platzgestaltung und zu finanziellen Anreizen zur Einstellung älterer Menschen." Die Politik müsse bei den Unternehmen eine Selbstverpflichtung einfordern, mehr Ältere in Arbeit zu bringen und zu halten. Noch immer sei in der Arbeitswelt "Altersdiskriminierung häufig und Jugendorientierung allgegenwärtig".

Aktuelle Untersuchengen belegten, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen und Betriebe keine 50-Jährigen und Ältere beschäftigen. In der IT-Branche liege der Anteil noch wesentlich höher, so Hirrlinger. (26.02.07)

Eine wichtige Bitte in eigener Sache
Bitte unterstützt uns und fügt Gegen-Hartz.de zu euren bevorzugten Quellen hinzu. Damit erreicht ihr nicht nur, dass ihr uns häufiger auch bei Google seht, sondern helft damit, dass auch viele andere Menschen unsere unabhängigen News und Urteile sehen können. Geht einfach auf den Link und klickt dann "Auf Google folgen". Das wars schon und kostet natürlich nichts, aber hilft unserer Arbeit enorm! Vielen lieben Dank!
Gegen-Hartz unterstützen