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Hartz IV: Arbeitsbelastung in ARGEn macht krank

Arbeitsbelastung in den ARGEn macht krank
Hartz IV Betroffene und Mitarbeiter bleiben auf der Strecke

Am 14. Oktober 2009 fand im Gewerkschaftshaus eine Podiumsdiskussion mit den 5 braunschweiger Bundestagskandidaten zur Arbeitssituation in den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn)im SGB II statt (landläufig als Hartz IV bekannt).

Etwa 80 Arge Mitarbeiter in Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter, Helmstedt, Wolfsburg und Gifhorn diskutierten mit Florian Bernschneider (FDP), Helmut Blöcker (Grüne), Carsten Müller (CDU), Carola Reimann (SPD) und Thomas Röver (Linke).

Sie schilderten anschaulich ihre Arbeitsbedingungen, die geprägt sind von einer hohen Fallzahl, sich ständig ändernden Rechtsgrundlagen und einer unsicheren Zukunft. Gleichzeitig haben sie ein hohes Verantwortungsgefühl denjenigen gegenüber, die auf Unterstützung durch die ARGEn dringend angewiesen sind, die Kundinnen und Kunden.

Niemand aus dem Kreis der Kandidatinnen und Kandidaten hatte zuvor einen solchen Einblick in den Arbeitsalltag erhalten, die Betroffenheit war teilweise sehr hoch, insbesondere als deutlich wurde, dass die Arbeit viele Kolleginnen und Kollegen schon krank gemacht hat und sie ihre Arbeit nicht mehr ausüben können.

Eine Lösung hatte niemand in der Tasche.

Wir hoffen aber, an diesem Abend einen ersten Schritt dahin getan zu haben, dass die Politik erkennt, dass gute Arbeit auch im Interesse der Kundinnen und Kunden gute Arbeitsbedingungen braucht.

Verdi-Aktion zur Arbeitsbelastung in den ARGEn
Mahnwache am 23.11.2009 um 17:00 Uhr in Braunschweig

Fakt ist, dass unsere Arbeit belastet und immer wieder Kolleginnen und Kollegen langfristig krank werden oder aber krank zur Arbeit kommen, um die wichtige soziale Arbeit zu leisten. Fakt ist auch, dass wir weiterhin nicht wissen, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Fakt ist auch, dass hierunter nicht nur die einzelnen Beschäftigten, sondern auch alle Kundinnen und Kunden leiden, die lange auf Beratungsgespräche und Entscheidungen zu Geldleistungen warten müssen. (Verdi, 17.11.2009)

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