Kinderzuschlag

Kinderzuschlag oder ALG II

Um einen Hartz IV- Bezug zu vermeiden, kann der Kinderzuschlag nach § 6a BKGG in Betracht gezogen werden

Um einen ALG II Bezug mit all seinen Konsequenzen zu vermeiden, ist es für Eltern möglich einen Kinderzuschlag für ihre Kinder nach § 6a BKGG zu beantragen. Allerdings ist der Kinderzuschlag Bezug auf maximal 3 Jahre beschränkt und beträgt monatlich maximal 140 Euro. Ein Kinderzuschlag kann nur dann gezahlt werden, wenn dadurch eine Bezug von Hartz IV Leistungen (SGB II) vermieden werden kann. Somit besteht die Voraussetzung, dass mindestens Vater oder Mutter über ein regelmäßiges Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit verfügt und der der eigene Bedarf gedeckt ist.

Ein Einkommen über den festgesetzen ALG II- Bedarf wird anteilig beim Kinderzuschlag angerechnet. Der Bedarf wird genauso wie beim Arbeitslosengeld II berechnet. Dabei werden berücksichtigt: Regelleistungen, Mehrbedarfe und die Kosten der Unterkunft. Die Unterkunftskosten werden jedoch nicht wie bei Hartz IV nach Personenanzahl auf alle Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft verteilt, sondern nach einem Prozentschlüssel. Dieser ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Wohnbedarfs von Singles, Paaren und Kindern.

Alleinerziehende mit
1 Kind
2 Kinder
3 Kinder
4 Kinder
5 Kinder

Paar mit
1 Kind
2 Kinder
3 Kinder
4 Kinder
5 Kinder

Wohnanteil des Alleinerziehenden
76,88 Prozent
62,44 Prozent
52,57 Prozent
45,39 Prozent
39,94 Prozent

Wohnanteil der Eltern
83,19 Prozent
71,22 Prozent
62,26 Prozent
55,31 Prozent
49,75 Prozent

Einkommensbereinigung
Das Einkommen der Eltern wird gemaß den Gesetzesregelungen des SGB II bereinigt und Freibeträge für Erwerbseinkommen gewährt. Das bereinigte Einkommen der Eltern (ohne Berücksichtigung von Kindergeld und Wohngeld) wird nun dem Bedarf nach SGB II gegenübergestellt. Pro 10,00 Euro, des Einkommens der über dem Bedarf liegt, werden 7,00 Euro auf den Kinderzuschlag angerechnet.

Während einer Schwangerschaft können Eltern noch weitere Mittel zusätzlich zum Kinderzuschlag beantragen. Bei den "Einmalbeihilfen" wird die komplette Erstausstattung (Kinderwagen, Laufstall usw.) für ein Baby aufgenommen. Die Regelung folgt der aktuellen Rechtsprechung mehrerer Sozialgerichte. Siehe Ausstattung für Babys (§ 23 Abs. 3).

Wer sollte einen Kinderzuschlag nicht in Anspruch nehmen?
Arbeitslosengeld I Bezieher sollten beachten, dass ein Zuschlag für den Übergang von Alg I in ALG II (§ 24 SGB II) wegfallen würde. Auch zusätzliche Hilfen bei Schwangerschaft und Geburt, Übernahmen der Kosten für Klassenfahrten, die GEZ-Befreiung, Mehrbedarfe für Alleinerziehende und Schwangere, Behinderte oder bei krankheitsbedingter Zusatzkost oder auch freiwilligen kommunalen Leistungen (Schulausstattung) kommen bei einem Kinderzuschlag nicht mehr in Frage. Deshalb sollte dieser Schritt wohl überlegt sein.

Wo kann man einen Antrag auf einen Kinderzuschlag stellen?
Einen Antrag auf einen Kinderzuschlag kann bei der zuständigen Familienkasse gestellt werden. Zumeist befindet sich die Familienkasse in unmittelbarer Nähe zur örtlichen Arbeitsagentur. Dort werden ähnliche Anträge wie beim Arbeitslosengeld II ausgegeben. (Stand Mai 2010)

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