Negative Schufa-Einträge erschweren eine Auto-Zulassung – Das sind die Auswege!

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Zulassung eines PKW´s bei schlechtem Schufa Score

Wer negative Einträge bei der Schufa hat, hat wohlmöglich Schwierigkeiten ein Auto zuzulassen. Das Problem entsteht hierbei allerdings nicht durch die KFZ-Zulassungsstelle, sondern durch den Versicherer. Denn in Deutschland müssen alle PKW´s mindestens über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Es gibt aber Auswege.

Wer ein Auto bei der KFZ-Stelle zulassen will, muss eine Bestätigung seines Auto-Versicherers vorlegen. Die meisten Versicherer prüfen die Bonität des Antragstellers. Hierzu holen sich die Anbieter eine Schufa-Auskunft ein. Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung und sammelt darüber Daten, ob Kredite rechtzeitig abgezahlt wurden, eine Privatinsolvenz vorliegt oder Konten bei Banken überzogen sind.

Negative Einträge bei der Schufa können zum Beispiel sein, wenn es zu Zahlungsausfällen gekommen ist, ob es Zahlungsrückstände gab oder Kredite gekündigt wurden. Darüberhinaus werden auch Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen bezogen.

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Abschuluss einer KFZ-Haftplicht ist gesetzlich vorgeschrieben

Der Abschluss einer KFZ-Haftpflicht ist in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Demnach dürfen Versicherer nicht einfach einen Antrag ablehnen, auch wenn negative Einträge bei der Schufa vorhanden sind. Allerdings dürfen Versicherer einen Vertrag kündigen, wenn Beiträge (schon ab dem Erstbetrag) nicht gezahlt werden.

Reduzierte Haftpflicht mit weniger Leistungen

Ist die Bonität bei einem Versicherungsantragsteller niedrig, darf der Versicherer eine Haftpflichtversicherung mit deutlich reduzierten Leistungen anbieten. So kann zum Beispiel die Deckungssumme auf das gesetzliche Minimum reduziert sein. So werden demnach nur 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,12 Millionen Euro für Sachschäden und 500.000 Euro für Vermögensschäden bezahlt. In den meisten Tarifen liegen die Deckungssummen deutlich darüber. So zahlen die meisten Anbieter z.B. 100 Millionen Euro für Personenschäden. Zusatzleistungen wie z.B. die Mallorca-Police, der Kfz-Schutzbrief oder Verkehrsrechtsschutz fallen dann weg.

Schwierig wird es, wenn man sich ein Auto auf Raten kauft und eine Teil- und Vollkasko verlangt wird. Diese wird bei einem negativen Schufa-Ergebnis sicher nicht angeboten. Das gleiche gilt, wenn ein erhöhtes Unfallrisiko besteht, weil in der Vergangenheit viele Unfälle passierten. Auch dann verweigern die Anbieter regelmäßig eine Teil- oder Vollkasko.

Nicht alle Versicherer fordern eine Schufa-Auskunft

Allerdings ist auch der Konkurrenzdruck groß bei den Versicherungsanbietern. Nicht jede Versicherung verweigert daher bestimmte Tarife oder fordert erst gar keine Bonitätsprüfung ein, weshalb sich eine längere Suche – auch im Internet bei Vergleichsportalen – sich anbietet.

Wer den persönlichen Kontakt zu seinem Versicherungsmakler sucht, kann ebenfalls gute Chancen haben, eine vernüftige Autoversicherung zu bekommen, wie auch der Versicherungsexperte Wolfgang Schütz vom Vergleichsportal Verivox rät. “Wenn möglich, sollte der Antragsteller auch die Vorauskasse für ein Jahr von selbst anbieten”, berichtet Schütz. Wer nachweisen kann, zuvor regelmäßig seine Versicherungspolice gezahlt zu haben, ist ebenfalls im Vorteil.

Letzter Ausweg: Versicherung über eine andere Person

Wenn das alles nicht hilft, ist es ratsam einen Freund oder nahen Verwandten zu fragen, ob dieser das Auto auf seinen Namen zulässt und die Versicherung abschließt. Das setzt allerdings ein hohes Vertrauensverhältnis vorraus und ebenfalls eine gute Bonität der Person, die das Auto zulassen will.

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