Jobcenter streicht Mutter alle Hartz IV-Leistungen

Wegen einer anonymen Anzeige hat das Jobcenter einer Mutter mit zwei Kindern die Hartz IV-Leistung gestrichen. Dies geschah ohne Vorwarnung.

Mutter lebt nur noch von Kindergeld und Unterhalt

Das Jobcenter hat wieder zugeschlagen. Nun hat es einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern die Hartz IV-Leistungen eingestellt. Diese lebt derzeit nur von Kindergeld und Unterhaltsvorschuss. Die Leistungen wurden ohne Mitteilung eingestellt. Die Hartz IV-Bezieherin hatte jedoch einen Bewilligungsbescheid bis Ende Juni. Ihr sollten bis dahin 360,00 EUR monatlich vom Jobcenter überwiesen werden.

Jobcenter kommuniziert nicht mit Betroffenen

Warum die Leistungen eingestellt wurden, kann die betroffene Hartz IV-Bezieherin nur vermuten. Grund für die Streichung der Leistungen könnte der Einsatz eines Privatdetektives des Jobcenters sein und eine daraus resultierende anonyme Anzeige. Der Detektiv habe die Hartz IV-Beziehern in ihrer neuen Wohnung aufsuchen wollen, um sicherzustellen, dass sie tatsächlich von ihrem Mann getrennt lebt. Stattdessen traf der Detektiv jedoch den Vater der Hartz IV-Bezieher an, der dement ist. Was dieser mit dem Detektiv besprochen hat, ist unklar. Auf Rückfragen reagiert das Jobcenter nicht.

Hartz IV-Bezieherin sucht sich anwaltliche Hilfe

In den meisten Fällen sind Hartz IV-Bezieher gezwungen anwaltliche Hilfe im Kampf gegen das Jobcenter in Anspruch zu nehmen. Der Rechtsanwalt der Hartz IV-Bezieherin will das Jobcenter nun wegen Kindeswohlgefährdung anzeigen.

Jobcenter zur keiner Stellungnahme bereit

Das Jobcenter ist weiterhin zu keiner Stellungnahme bereit. Es handele sich bei dem vorliegenden Fall wohl um eine komplexere Angelegenheit. Das vorliegende Jobcenter ist jedoch für sein uneinsichtiges Verhalten bekannt. Bereits im Jahr 2016 hatte es die Leistungen einer alleinerziehenden Mutter eingestellt. Auch hier bestand der Verdacht, dass diese mit dem Vater der Kinder zusammenlebt. Denn wenn dies der Fall ist, würde eine Bedarfsgemeinschaft vorliegen und das Einkommen aller Mitglieder müsste berücksichtigt werden.

Das Jobcenter-Mitarbeiter aufgrund extremer Sparmaßnahmen innerhalb der Jobcenter arbeitsüberlastet sind, wurde mehr als deutlich. Dass sie ihre Zeit und auch Kosten dann aber in Detektivarbeit stecken, um vermeintliche Sozialleisstungsbetrüger aufzudecken, scheint mehr als fragwürdig.

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