Hartz IV: Unterlagen an das Jobcenter die verloren gingen

Behauptet das Jobcenter, dass geforderte Unterlagen nicht geschickt wurden, hat dies oft auch negative Folgen bei den Sozialleistungsansprüchen. Hierfür sollten Vorkehrungen geschaffen werden!

Verschwundene Unterlagen – so kannst Du beweisen, alles abgeschickt zu haben

Es kommt sehr oft vor, dass das Jobcenter behauptet, bestimmte Unterlagen seien nicht angekommen. Fatal daran ist, dass Hartz IV-Ansprüche dadurch verloren gehen. Daher sollten immer Vorkehrungen geschaffen werden.

Es ist wichtig, bei Abgabe von wichtigen Unterlagen beim Jobcenter Vorkehrungen zu schaffen, damit nicht im Nachhinein behauptet werden kann, dass die Unterlagen z.B. für die Beantragung von Hartz IV Leistungen nicht erbracht wurden. Denn wir wissen: Immer wieder gehen wichtige Unterlagen im Jobcenter verloren. Die Behörde wird behaupten, dass nie etwas abgeschickt wurde. Um das zu verhindern, sind folgende Schritte wichtig!

Schritt für Schritt: Beweis, dass die Unterlagen eingereicht wurden

1. Ein Deckblatt mit der Aufschrift “Eilige Unterlagen – bitte sofort bearbeiten”, auch als Deckblatt, um den Datenschutz zu wahren.
2. “Es wurden folgende Unterlagen eingereicht” für den Mitarbeiter auch eine Kopie für den Transferbezieher als Nachweis, die Unterlagen mit dazu zuheften
3. Informationsschreiben für den Jobcenter-Sachbearbeiter, falls Unterlagen wieder im Haus verloren gehen.
4. Eingangsbestätigung in der Behörde unterschreiben lassen
5. Bei Zusendung per Fax Sendebereicht aufbewahren
6. Brief mit einem Zeugen einwerfen
7. Brief per Annahmebestätigung per Post versenden

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Auch wenn es mehr Arbeit macht, diese Arbeit lohnt sich für Hartz IV Beziehende, indem man nicht mehr verdächtigt werden kann, dass die Mitwirkungspflicht nicht erbracht wurden. Denn jetzt sind Sachbearbeiter in der Pflicht nachzuweisen, dass die Unterlagen sachgerecht weitergeleitet wurden.

Sich beschweren beim Kundenreaktionsmanagment

Sollten Hartz IV Beziehende trotz dieser Vorkehrungen unter Verdacht stehen, die Mitwirkungspflichten nicht erfüllt zu haben, wenden sie sich direkt an die Bundesagentur für Arbeit BA Nürnberg, Kundenreaktionsmanagment, Regensburger Straße 104, 90478 Nürnberg oder an die für das Bundesland zuständige Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion.

Dort reichen Sie eine Beschwerde gegen das Jobcenter oder den Mitarbeiter ein und schildern schriftlich den Hergang. Von dort bekommt man von den entsprechenden Stellen nach 2-3 Wochen einen Bescheid. Es hilft nicht sehr viel, aber das Jobcenter muss dann auf das Schreiben reagieren und es wird geprüft. (Luise Müller, Suhl, Erwerbslosenberatung) Bild: psphotography – fotolia

Hartz IV abschaffen?

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