Hartz IV: Fehler bei weiterbewilligten Leistungen

Häufig Fehler bei weiter bewilligten Leistungen
Hartz-IV-Mittel bekommt der Antragsteller erst einmal nur für sechs bis zwölf Monate. Wie lange genau steht im Bewilligungsbescheid. Danach müssen Sie einen Antrag auf Weiterbewilligung stellen. Dabei müssen Sie darauf achten, dass das Jobcenter ihre Ansprüche korrekt berechnet. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass „alles sein Richtigkeit hat“. Die Jobcenter begehen viele Fehler, und Sie sind der oder die Leidtragende.

Welche Fehler machen die Jobcenter?
Die Jobcenter berechnen häufig Gutschriften von Hartz-IV-Empfängern als Einkommen, die diese bekommen, weil sie wenig Strom verbrauchen. Das ist nicht zulässig. Oft berechnen die Behörden auch die Miete zu niedrig.

Sonderleistungen lassen die Jobcenter gerne unter den Tisch fallen, umgekehrt werden die Beträge zur Tilgung von Darlehen oft zu hoch berechnet.

Das ist nicht unbedingt böser Wille, sondern liegt meist an Mängeln in der Organisation. Hartz-IV ändert sich ständig, die Sachbearbeiter haben kaum einen Überblick, haben eine Vielzahl von Beziehern zu überblicken, und oft machen sie nur eine kurze Schulung, bevor sie die unzähligen Regeln anwenden. Sie stehen unter Zeitdruck.

Die Bundesagentur für Arbeit selbst geht von circa 5 % falsch berechneten Hartz-IV-Leistungen aus. Fast die Hälfte davon sind falsch berechnete Sozialleistungen, dann folgen Versicherungsbeiträge, schließlich Energiekosten und Unterhaltsansprüche gegen Ex-Ehepartner. Verbände und Initiativen sprechen hingegen von einer deutlich höheren Zahl. Hier gilt, dass jeder Zweite Hartz IV Bescheid falsch ist. Der Bescheid kann übrigens hier kostenlos überprüft werden. (Dr. Utz Anhalt)

Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

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