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Zusatzbeiträge belasten Arbeitnehmer und Rentner

Zusatzbeiträge belasten einseitig Arbeitnehmer und Rentner
Sozialverband VdK warnt vor wachsender Armut älterer Frauen

Als "bittere Pille für Arbeitnehmer und Rentner" bezeichnete Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK, die bevorstehenden Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung. "Ausgerechnet diejenigen, die durch Lohneinbußen und Rentennullrunden ohnehin Kaufkraftverluste hinzunehmen haben, werden durch die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen überproportional belastet. Arbeitgeber bleiben außen vor", sagte die VdK-Präsidentin. Für Rentner, so der VdK, seien 8 Euro Zusatzbeitrag im Monat "viel Geld".

"Jede dritte alleinstehende Rentnerin ist jetzt schon akut von Armut bedroht. Rentnerinnen und Rentner werden künftig noch häufiger vor die Wahl gestellt: Kaufe ich mir etwas Gesundes zum Essen oder ein zuzahlungspflichtiges Medikament", erklärte Mascher.

Wer jetzt allerdings den Gesundheitsfonds mit seinen Krankenkassen Zusatzbeiträgen durch eine einkommensunabhängige Kopfpauschale für alle gesetzlich Krankenversicherten - vom Pförtner bis zum Generaldirektor - ersetzen will, würde "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben", sagte die VdK-Chefin und warnte die Bundesregierung und insbesondere Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vor einem radikalen Systemwechsel in der Gesetzlichen Krankenversicherung, der die Entsolidarisierung der Gesellschaft vorantreiben würde. Es gebe noch genügend Einsparpotential im Gesundheitssystem, "insbesondere bei den unnötigen Doppel- und Mehrfachuntersuchungen und bei den im internationalen Vergleich völlig überhöhten Arzneimittelpreisen in Deutschland", sagte die VdK-Chefin. (Michael Pausder, VDK, 21.01.2010)

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