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Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln

FDP Politiker fordert weniger Überwachung und Druck auf Hartz IV Bezieher.

Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.

Die Anzeichen für ein Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich werden immer deutlicher. Bis zum Ende des Jahres rechnen die Einrichtungen der Tafel mit rund einer Million Menschen. Falls dies so sein sollte, wäre dies eine Verdopplung innerhalb der letzten drei Jahren. In deutschland existieren derzeit 795 Tafeleinrichtungen. Die Tafeln sammeln Lebensmittel und werden dann weitergereicht an bedürftige Menschen. Direkt durch Lebensmittelausgaben – oder indirekt, indem Einrichtungen beliefert werden, die Essen an bedürftige Menschen ausgegeben. Die Tafeln sind auf Sachspenden und ehrenamtliche Arbeit angewiesen. Viele Lebensmittelgeschäfte geben ihre nicht verwendbaren Lebensmittel als Sachspende ab.

Das Konzept der Tafeln ist jedoch nicht unumstritten. Unbestritten ist, dass die Tafeln für bedürftige Menschen eine Möglichkeit bieten, sich im Notfall zu ernähren. Andererseits werden so die Aufgaben eines "Sozialstaates" privatisiert. Abfälle werden zu Speisen für Arme und der ALG II Regelsatz reicht kaum, um sich angemessen zu versorgen. (17.09.2008)



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