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Stimmen nach Hartz IV Wohnpauschalen werden lauter

Stimmen nach Hartz IV Wohnpauschalen werden lauter

Das Thema Pauschalen bei den Hartz IV- Unterkunftskosten spitzt sich weiter zu, denn seitens des Deutsche Städte- und Gemeindebundes werden nun ebenfalls Stimmen nach einer Wohnpauschale laut. So sei dem Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg nach eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Unterkunftskosten für Bedürftige dringend notwendig, da
momentan die Finanzierung von Bundesleistungen letztendlich durch Neuverschuldung der Städte und Gemeinden stattfinde.

Diese nicht länger akzeptable Situation erfordere nach Landsberg (Quelle: Rheinische Post) eine Umorientierung bei dem Anteil, den die Bundesregierung hier übernimmt: Statt der Anzahl der so genannten Bedarfsgemeinschaften müssten vielmehr die tatsächlichen Kosten für die Unterkunft im Vordergrund stehen und auf lange Sicht eine Wohnkosten-Pauschale das derzeitige System ersetzen. Für Landsberg würde eine Pauschalisierung der Unterkunftskosten nicht nur zu weniger Bürokratie führen, sondern auch den Empfängern von Hartz IV mehr Entscheidungsspielraum geben als es bei der derzeitigen
Wohnkosten-Übernahme möglich ist.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine Pauschalisierung der Hartz IV Unterkunftskosten für Betroffene tatsächlich eine Verbesserung der Lebens- bzw. Wohnbedingungen mit sich bringen würde oder ob die Idee nicht stattdessen eher eine weitere Einschränkung darstellt. Denn wenn die Leistungen nicht mehr an den tatsächlichen Kosten orientiert sind,
sondern pauschal gezahlt werden, liegt es auf der Hand, dass viele ALG II Bezieher sich Ihre Wohnungen nicht mehr leisten könnten. Neben einem Umzug in eine günstigere Wohnung, der für viele, z.B. kranke oder ältere Menschen meist schon mit erheblichen Strapazen verbunden ist, würde hier vermutlich häufig auch das Lebensumfeld direkt betroffen sein oder sogar „Entwurzelungen“ anstehen, denn ein Leben in der Stadt ließe sich dann nicht mehr so einfach finanzieren. (08.12.2009)

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