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Kirchenchef gegen Hartz-IV Kürzungen

Kirchenpräsident Christian Schad: Die Streichung des Elterngeldes gefährdet den sozialen Frieden in Deutschland.

(12.06.2011) Der evangelische Kirchenpräsident der Pfalz, Christian Schad, hat sich gegen eine Streichung des Elterngeldes bei Hartz IV ausgesprochen. So sagte Schad gegenüber dem "Domradio": Die "Streichung des Hartz IV-Elterngeldes gefährdet sozialen Frieden" in Deutschland. Es diene nicht dem sozialen Frieden, wenn rund 2,5 Millionen Kinder unter 15 Jahren unterhalb der Armutsgrenze leben, so Schad während eines Gottesdienstes zum Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt. Wenn Kinder in Hartz-IV Familien kein Elterngeld mehr erhalten, wird die Situation der Kinder weiterhin verschlimmert. Zudem werde die Kluft zwischen "Arm und Reich" durch diese Streichung noch größer. Bereits zu Beginn der Woche hatte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Margot Käßmann zum Widerstand gegen die sozialen Kürzungen aufgerufen.

Laut dem verabschiedeten Sparpaket der Bundesregierung soll das Elterngeld bei gleichzeitigem Bezug von ALG II Leistungen ersatzlos gestrichen werden. Während der Spitzensatz des Elterngeldes von 1800 Euro unangetastet bleibt, sollen Alleinerziehende und Familien zukünftig kein Elterngeld mehr erhalten. Laut einer aktuell veröffentlichten DGB-Studie werde das Armutsrisiko deutlich erhöht. So sei geplant, dass sog. Aufstocker ebenfalls kein Elterngeld mehr erhalten, obwohl sie ja eigentlich auch arbeiten gehen. (sb)

Linke kritisiert Hartz IV als Fehlschlag 30.000 bei Demos gegen Sparpläne