Hartz IV: Viele Strafen aber kaum Jobs

BA-Statistik: Kaum Jobs für Hartz IV-Bezieher

12.07.2014

Hartz IV-Bezieher haben kaum Chancen einen Arbeitsplatz zu finden. Wie die Online-Ausgabe von „Die Welt“ berichtet, hätten knapp 1,5 Millionen Langzeit-Erwerbslose im vergangenen Jahr eine Arbeitsstelle angetreten. Mehr als die Hälfte schafft es aber nur kurzzeitig aus dem staatlichen Leistungsbezug.

Knapp die Hälfte der Langzeit-Erwerbslosen, die einen Job fanden, war 2013 nur kurzzeitig beschäftigt
Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegt die Wahrscheinlichkeit für Erwerbslose, im nächsten Monat einen Job zu finden, bei lediglich 1,5 Prozent. Noch düsterer sieht es bei den Langzeit-Erwerbslosen aus. Ihre Chance auf einen Arbeitsplatz im nächsten Monat wird mit nur 1,3 Prozent beziffert. Im vergangenen Jahr fanden 9,5 Prozent der Erwerbslosen, die weniger als ein Jahr lang arbeitslos waren, wieder eine Stelle, berichtet die Zeitung mit Bezug auf den BA-Bericht „Arbeitsmarktsituation von langzeitarbeitslosen Menschen".

Die Zahl der Langzeit-Erwerbslosen hat sich der Auswertung zufolge kaum verändert. 2013 waren demnach 1,05 Millionen Menschen für einen längeren Zeitraum arbeitslos. Davon waren 550.000 Betroffene länger als zwei Jahre auf der Suche nach einem Job. Immerhin gelang es 1,4 Millionen Menschen im vergangenen Jahr ihre Langzeit-Erwerbslosigkeit zu beenden - häufig jedoch nur für kurze Zeit. Denn wenige Wochen später tauchten 700.000 Arbeitslose (46 Prozent) wieder in der Statistik auf. So werden Hartz IV-Bezieher von den Jobcentern nicht selten an Zeitarbeitsfirmen vermittelt, wo sie zwar kurzzeitig zu meist sehr geringen Löhnen Arbeit finden, aber alles andere als eine berufliche Perspektive. Weigern sich die Betroffenen, die prekären Arbeitsverhältnisse anzutreten, drohen Sanktionen in Form von Leistungskürzungen.

Lediglich 184.000 (13 Prozent) der Langzeit-Erwerbslosen, die einen Job fanden, hatten einen dauerhaften Arbeitsplatz. 64.000 wurden in eine geförderte Stelle vermittelt und 266.000 traten eine Ausbildung oder arbeitsmarktpolitische Maßnahme an. Gleichzeitig verzeichnete die BA 1,5 Millionen neue Langzeit-Erwerbslose.

Ältere und Menschen mit geringer Berufsqualifikation haben hohes Risiko für Langzeit-Erwerbslosigkeit
Mehr als 500.000 Langzeit-Erwerbslose waren 2013 arbeitsunfähig und 158.000 waren entweder nicht für den Arbeitsmarkt verfügbar – beispielsweise wegen der Erziehung und Pflege von Kindern – oder wurden aufgrund fehlender Mitwirkung aus der BA-Statistik gestrichen, berichtet die Zeitung.

Ältere Menschen und Personen mit einer geringen beruflichen Qualifikation haben ein besonders hohes Risiko in die Langzeit-Erwerbslosigkeit zu rutschen. So haben 52 Prozent der Langzeit-Erwerbslosen nie einen Beruf erlernt. Etwa die Hälfte der über 55-jährigen Erwerbslosen ist bereits über ein Jahr lang erwerbslos. (ag)




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