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Forsa-Umfrage: FDP stürzt auf 5 Prozent ab

Umfrage: Nur noch 5 Prozent der Wähler können sich vorstellen die FDP zu wählen.

Umfragewerte: FDP stürzt auf fünf Prozent ab

(09.06.2010) Nur noch 5 Prozent der Wähler könnten sich vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl ihr Kreuzchen bei der FDP zu machen. Das dürfte die Quittung für eine Klientelorientierte Politik sein. Die innerparteilichen Diskussionen um die Wahl des Bundespräsidenten, eine Politik ausschließlich im Sinne der Besserverdiener sowie die Streitereien innerhalb der Koalition schrecken immer mehr Wähler ab, die FDP zu wählen. Von dem "Projekt 18 Prozent" kann sich die Partei nun verabschieden und müsste sich, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären, um den Wiedereinzug in den Bundestag sorgen.

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsinstitutes "Forsa" würden nur noch 5 Prozent der Bundesbürger die FDP wählen. Insgesamt wurden 2501 repräsentativ ausgesuchten Bundesbürgern im Auftrag von Stern und RTL befragt. Im Vergleich zur Vorwoche verlor die FDP damit satte zwei Prozent. Von den Verlusten der FDP dürfte die CDU/CSU profitieren. Die Union steigert sich auf 32 Prozent, zwei Prozent mehr als zuvor. Klarer Sieger der Umfragwerte sind die Grünen. Sie kommen auf die von der FDP angepeilten 18 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 26 Prozent und die Linke würde zwölf Prozente (-1) erhalten. Alle weiteren Partei vereinigen 7 Prozent.

Die Grünen profitieren weiterhin von der Schwäche der SPD. Seit der letzten Bundestagswahl konnte die grüne Partei ihre Umfragewerte deutlich verbessern. "Viele SPD-Wähler parken ihre Stimme bei den Grünen", schlussfolgerte Forsa-Leiter Manfred Güllner gegenüber dem Stern. Die SPD überzeuge nach wie vor nicht mit ihren neuen Spitzenpolitikern, so Güllner.

Die FDP wankt nur noch vor sich hin. Zunächst wollte die Partei "Steuersenkungen" durchziehen, die sich im Nachhinein als Flop heraus stellten. Dann zettelte FDP-Chef Westerwelle die unsägliche "römische Dekadenz-Debatte" an und nun entfachte sich ein offener Streit innerhalb der Koalition zwischen FDP und CSU. So stolziert die Spitze der FDP vor sich hin und macht eigentlich nur noch Schlagzeilen mit verbalen Entgleisungen. Der FDP-Generalsekretär Christian Lindner stellte gar die Frage, um Horst Seehofer (CSU) noch bei vollem Bewußtsein wäre. So sagte Lindner gegenüber der ARD: "Seehofer hat ein persönliches Trauma. Jetzt müssen 70 Millionen gesetzlich Versicherte seine Traumatherapie machen." FDP und CSU sind sich nach wie vor nicht einig, wie die Zukunft der Gesundheitspolitik aussehen könnte. Dem Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gelingt es nicht, ein solides Gesundheitssystem aufzubauen. Seine geplante Kopfpauschale entwickelt sich nach und nach zu einem gesellschaftlichen Desaster.

Schon im Februar hatte die FDP-Spitze einer Sondersitzung einberufen, um Strategien gegen die dramatischen Umfragewerte zu entwickeln. Diese Strategien dürften sich nun als Flop heraus gestellt haben, wenn man den Forsa-Umfragewerten folgt. Hoffen wir, das die Umfragewerte so bleiben. (wm)

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