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Der Berufsförderungsbetrug bei Hartz IV

Der Berufsförderungsbetrug
Ein Leserbeitrag

Als (geduldeter) Selbständiger und (leider) Hartz-iv ler in Bonn wurde ich zu einem Förderprogramm sog. "2. Schwung" geladen. Dieses wurde uns (viele Selbständige waren zur Erstinfo anwesend) als teures "Erfolgs-Training-Workshop-Seminar und Coaching" mit Teilnahmepflicht an dieser "Fördermaßnahme" (Kostennote: etwa 2500 Euro , in Zs.arbeit mit dem BeFöWe Köln und sog. KIZ) unter Androhung des Verlust bzw. Erstattungsforderung der Leistungen bei Abwesenheit (versteht sich) auferlegt.

Von Monat Mai bis einschl. Juli 2009 habe ich die Seminare und Workshops besucht und habe neben Fahrtkosten auch viel Zeit verloren, denn die Workshops in Köln waren vorrangig von Berufseinsteiger auf jew. Gebiet gehalten worden, selten war ein Profi, von dem man wirklich etwas gelernt hätte... Der Einzelcoach war ein VWL-/BWLer mit Diplom, der mir letztlich auf keine meiner Fragen eine zweckdienliche Antwort geben konnte. Nach langem und hartnäckigem Bohren outete er sich schließlich und sagte mir, daß sein Job eigentlich nur darin bestünde, ein Urteil zu meinem Unternehmen über die weitere Förderwürdigkeit bei der ARGE zu fällen. Mit anderen Worten: Der Sinn dieser "Fördermaßnahme" lag nur darin, meine Tätigkeit als Unternehmer auszuspionieren zwecks Entrechtung meiner Tätigkeit bzw. bei neg. Urteilsfällung erfolgt die Einführung in den sog. Arbeitsprozess.

Bei meinem ARGE-Betreuer habe ich mich über diese "Stasi-Spitzel-Manier" beschwert. Wer hätte das gedacht, daß in Deutschland die Demokratie nur noch zum Schein besteht und nicht nur die Banken, sondern demnächst auch die Unternehmen bald enteignet würden. Epilog: Endlich (nach einem Monat) hatte ich einen Termin bei meinem ARGE-Berater erhalten und er hat mir gesagt, daß die "Fördermaßnahme" aufgrund der vielen negativen Feedbacks abgebrochen wurde, allerdings sei das Geld schon aufgebraucht und ich könnte von diesen eigentlich mir zustehenden Fördergeldern nicht einmal als Darlehen Gebrauch machen (hätte ich lieber für mein Unternehmen in Werbung reingesteckt). Im Übrigen müßte ich zum Erhalt und Erstattung meiner Fahrtkosten von dem jew. Workshopleiter eine Anwesenheitsbestätigung anfordern (das ist wieder typisch ARGE, man erfährt erst hinterher, wie man an sein Geld herankommt). Ich würde gerne der ARGE für den schlechten Service fristlos kündigen und evtl. rechtliche Schritte wegen des Verdachts auf Betrug in Sachen "2. Schwung" einleiten, aber mir fehlt da der Top-Anwalt, vor allem die Gelder dafür... Möge Gott uns allen beistehen Zeitgenössischer Anonymus. (Ein Leserbeitrag von Herbert Schön, 31.08.2009)

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