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Eine Milliarde Plus für Hartz IV Behörde

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) konnte im letzten Jahr eine Milliarde Plus erwirtschaften. Doch durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wird dieses "dicke Polster" nicht lange halten

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) konnte im letzten Jahr eine Milliarde Plus erwirtschaften, gab der BA-Vorstandsvorsitzender Frank-Jürgen Weise in der Sonntagsausgabe der "Bildzeitung" bekannt. Doch durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wird dieses "dicke Polster" nicht lange halten, so Weise. Dieser rechnet jedoch damit, dass bereits im Jahre 2010 das Geld ausgehen wird. Da die Bundesagentur allerdings 2,5 Milliarden Euro in einen Vorsorgefonds umgebucht hat, werde Weise ein Defizit von etwa 1,2 Milliarden Euro am kommenden Mittwoch verkünden.

Durch die Auswirkungen der Finanzkrise wird auch die Arbeitslosenzahl rapide ansteigen. Durch die ausufernden Billig-Lohnjobs fehlen zudem genügend Einnahmen für die BA. Wenn die Gehälter niedrig sind, sind auch die Einnahmen für die BA niedrig. Zudem liegt der Arbeitslosenversicherungsbeitrag gerade einmal bei 2,8 Prozent vom Brutto Lohn. Das Kieler Institut "IfW" rechnete laut dem "Handelsblatt" vor, dass bis Ende 2010 rund 3,9 Millionen Menschen (gerechnet mit bereinigten Zahlen) Arbeitslos sein werden. Die Arbeitslosenquote liegt dann, mit zwei Punkten höher, bei 9,5 Prozent. Am kommenden Mittwoch wird die BA die aktuellen Zahlen bekannt geben. Als Wahrscheinlich gilt, so das Handelsblatt in seiner neusten Ausgabe, dass derzeit 3,07 Millionen Menschen ohne regulären Job sind.

Wirtschaftsexperten sehen es als wahrscheinlich an, dass der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung wieder angehoben wird, um die Liquidität der BA auch in Zukunft zu sichern. Doch das wird insgesamt die "Ware" Arbeitskraft verteuern. Es stehen mal wieder schlechte Zeiten an. (04.01.2008)

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