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55.000 Menschen bei Demos in Berlin und Frankfurt

Die Veranstalter, die ursprünglich in beiden Städten jeweils 20.000 Demonstranten erwartet hatten, werten die Proteste als vollen Erfolg. Damit sei klar, dass auch in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung für eine soziale Form der Krisenpolitik eintritt, die die Kosten der Krise nicht auf die ärmeren Bevölkerungsgruppen abwälzt.

55.000 Menschen bei Krisen-Protesten in Berlin und Frankfurt am Main. Veranstalter werten Demonstrationen als vollen Erfolg

Berlin/ Frankfurt. Insgesamt 55.000 Menschen in Berlin und Frankfurt am Main haben sich am heutigen Samstag den Protesten unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft" angeschlossen. In Berlin demonstrieren derzeit 30.000 Menschen gegen das unsoziale Krisenmanagement der Bundesregierung und der G20; in Frankfurt am Mai sind es 25.000. Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" kritisierten die Demonstranten in Berlin und Frankfurt am Main die Milliardenhilfen der Regierungen für die Banken. Zudem würden die Milliardenhilfen für die Banken und Konzerne auf die Geringverdiener abgewälzt.

Die Veranstalter, die ursprünglich in beiden Städten jeweils 20.000 Demonstranten erwartet hatten, werten die Proteste als vollen Erfolg. Damit sei klar, dass auch in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung für eine soziale Form der Krisenpolitik eintritt, die die Kosten der Krise nicht auf die ärmeren Bevölkerungsgruppen abwälzt.

In beiden Städten sind die Demonstrationen laut den Veranstaltern "sehr bunt", die Stimmung sei bestens. Auffallend sei zudem, dass unter den Teilnehmern viele seien, die sich erstmals an einer Demonstration beteiligen. Die Veranstalter kritisierten ausdrücklich das unseriöse Vorgehen der Polizei, die bereits vor Beginn der Kundgebung unhaltbar niedrige Teilnehmerzahlen für Frankfurt bekannt gegeben hatte.

Aufgerufen zu den Demonstrationen in beiden Städten hat ein breites gesellschaftliches Bündnisses von gewerkschaftlichen Gliederungen, Sozialprotest-und antikapitalistischen Gruppen, Attac, der Partei "Die Linke", Migranten-Organisationen, Bündnis90/Die Grünen sowie umwelt-, entwicklungspolitischen, kirchlichen Gruppen und Antifa Gruppierungen aufgerufen. Die Proteste finden im Vorfeld des G20-Gipfels am 2. April in London statt. Es handelt sich um die größte Demonstration in Deutschland seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Parallel gehen heute auch in zahlreichen anderen Ländern die Menschen auf die Straße; die größte Demonstration in Europa findet derzeit in London statt. Dort war unter anderem bei den Sprechchören zu hören: "Wir hassen die Banken". (28.03.2009)

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