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OSB verurteilt Hartz IV Sanktionshysterie

Das Offene soziale Bündnis OSB verurteilt unberechtigte Sanktionshysterie gegenüber Hartz IV Empfängern

Nach einer Übersicht des Deutschen Landkreistages (DLT) wurden im ersten Halbjahr 2006 bei nur einem Prozent der als erwerbsfähig eingestuften Empfänger von Arbeitslosengeld II die Leistungen eingeschränkt. Bei den unter 25-Jährigen waren es 1,3 Prozent. Der Landkreistag legte Kennzahlen zur Hartz-IV-Reform in den 69 so genannten Optionskommunen vor, die Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreuen. Mit dieser Veröffentlichung fühlt sich der Bundesvorstand des Offenen sozialen Bündnis bestätig, dass ein insbesondere vom CDU-Generalsekretär Ronald Profalla gefordertes resoluteres Durchgreifen gegen Hartz IV Empfänger in keinster Weise gerechtfertigt sei. Vielmehr werden diese Betroffenen grundlos insbesondere von Profalla unerträglich diffamiert.

Offensichtlich vergessen die Befürworter von Sanktionen, so der OSB-Bundesvorstand, dass es nicht am Wollen der Menschen mangele, sondern geeignete Jobangebote fehlen. Die Volkvertreter und Lobbyisten, die davon ausgehen, einzig mit Sanktionen und Druck könne die Arbeitslosigkeit beseitigt werden, schweben im wohlgepolsterten siebten Himmel fern jeglicher Realität. Statt an den eigenen Pfründen zu rütteln und innovativ Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit zu ergreifen, fiel der Koalition lediglich ein, Leistungsbeschränkungen bei Hartz-IV-Empfängern durchzusetzen. Es ist eine Schande Erwerbslose unter den Generalverdacht der Arbeitsunwilligkeit zu stellen und sich in eine Sanktionshysterie zu steigern, obwohl jetzt auch erwiesen ist, dass es keinen massenhaften Missbrauch bei Hartz IV Empfängern gibt.

(OSB Mail Kontakt)

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