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Hartz IV: Reiches Land – Arme Kinder!

Für Kinder in Hartz IV Bedarfsgemeinschaften gibt es besondere Regelungen. Dieser Ratgeber hilft Ansprüche gegenüber dem Leistungsträger (ARGE) zu wahren und einzufordern.

Reiches Land – Arme Kinder
Einkommen zum Auskommen!

Heute ist Weltspartag. Viele Kinder bringen deshalb heute ihre Spardose zur Bank oder Sparkasse und erhalten dort ein kleines Geschenk als Lob fürs Sparen. Wer vom Arbeitslosengeld (ALG) II lebt, der musste sein Sparschwein längst für die alltäglichen Ausgaben schlachten. Etwas Besonderes außer der Reihe anzuschaffen, ist erst recht unmöglich…

Kinderschuhe können wir uns nicht sparen

Wie viel Geld kostet ein Kind im Monat? Was meinen Sie? Beim ALG II gibt es für ein Kind unter 14 Jahren monatlich 207 €. Das soll für Essen und Trinken, Pullis und Hosen, Buntstifte und Schulhefte und vieles mehr reichen.

Von den 207 € sind 40 Cent – also 4,80 € im Jahr– für den Kauf eines Fahrrads vorgesehen. Ein schlechter Scherz? Leider nein. Eine Arbeitslose müsste rund 10 Jahre sparen, um ihrem Kind ein gebrauchtes Fahrrad für 50 € kaufen zu können. Oder sich das Geld sprichwörtlich vom Mund absparen…

Die 40-Cent für ein Kinderfahrrad sind nur ein Beispiel dafür, wie rücksichtslos die alte sowie die neue Bundesregierung die Arbeitslosigkeit „billiger“ machen will. Auf Kosten der Arbeitslosen und ihrer Kinder. Zwei andere Beispiele: Für „Schreibwaren“ gibt’s für Schulkinder 1,63 € – das reicht mal gerade für einen Bleistift und ein Radiergummi, aber niemals für die nötigen Schulsachen insgesamt. Ein völlig unzureichendes ALG II raubt so den Kindern Chancen in der Schule. Und für Kinderschuhe sind monatlich 4,40 € vorgesehen. Da werden die dringend benötigten Winterstiefel des Kindes zum Alptraum für arbeitslose Eltern.

Wir brauchen dringend ein deutlich höheres ALG II. Auch deshalb, damit Kinder von Arbeitslosen nicht ausgegrenzt und benachteiligt werden, sondern „mitspielen“ können.
Die Kommunalpolitiker und das zuständige Amt hier am Ort sind gefordert. Sie können etwas tun für ALG –II-Bezieher und ihre Kinder. Hier und jetzt. Etwa indem sie Extra-Leistungen für eine Winterjacke oder für Weihnachten gewähren. Nehmen wir „unsere“ Verantwortlichen hier vor Ort – die Kommunalpolitiker und die „Entscheider“ im ALG-II-Amt – in die Pflicht. Taten statt Warten. Jetzt!

Wir unterstützen die Forderung:

Extra-Zahlungen für Kinder: für die Winterjacke, Schuhe, den Schulranzen und mehr!Ein erhöhtes ALG II von mindestens 420 € statt 345 €!Kein Lohn unter 7,50 € die Stunde als Einstieg für einen Mindestlohn!

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