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Distanzierung von Rechten bei Anti-Hartz-IV Demo?

Wolfgang Schnur*, ehemaliger Bürgerrechtler, Mitglied des Ersten Runden Tisches 1989/90 und Gründungsmitglied der Bürgerrechtspartei in der ehemaligen DDR, "Demokratischer Aufbruch (DA)" meldet sich im Namen des Montagsdemo- Runden Tisches in Magdeburg zu Wort, um die Vorwürfe zu entkräften, dass zu der Demonstration am 3. Oktober 2006 auch Rechtsradikale Gruppen aufrufen würden.

Gegen-Hartz.de berichtete, dass sich auch sich auch Rechte Vereinigungen an der geplanten Anti- Hartz-IV Demonstration am 3. Oktober 2006 in Magdeburg beteiligen wollen. So meldete die Initiative "Antifaschistisches Infopool Magdeburg", dass es eine indirekte Zusammenarbeit geben soll. "So rufen zur Demonstration u.a. Holocaust-Leugner und Rechtsextremisten der sog. Deutsche Nationalversammlung e.V. (VDNV)" auf. Ebenfalls soll es im Internet ein Mobilisierungs- Video geben, dass mit Wehrmachtssoldaten und dem "Grossdeutsche Reich" für die Demo und mit dem offiziellen Demo-Plakat der Initiative "3- Oktober 2006" wirbt.

Wolfgang Schnur: "Mit Betroffenheit und Bestürzungndirekt hat mir Herr Michael Gatzke mitgeteilt dass sie ihm indirekt unterstellen, dass er eine >>rechtsorientierte<< Demonstration am 03.10.2006 auf dem Domplatz in Magdeburg geplant hätte." In der Stellungnahme hieß es weiter: "Ausdrücklich [Anmerk. der Redaktion: Wolfgang Schnur] stelle ich mich schützend vor beiden Personen, weil sie zu keinem Zeitpunkt nur andeutungsweise ihre organisierten Demonstrationen im Gedankengut nationalsozialistischer Ideologien gestellt haben.[...] Wenn sich andere Gruppierungen zu dieser Demo auf ihren Internetseiten äußern oder gar Werbung für diese machen, liegt das wohl nicht im Einflussbereich des Herrn Gatzke. Es zeigt lediglich, dass wohl einiges faul ist in unserem Staate ist und die Menschen in Deutschland nicht mehr bereit sind, diese Zustände widerspruchslos hinzunehmen. Die Politikverdrossenheit drückt sich in immer geringeren Zahlen an der Wahlbeteiligung aus."

"Das ist uns zu wenig"
"Das ist uns zu wenig", erklärte ein Sprecher der Antifaschistischen Initiative. "Eine eindeutige Distanzierung ohne wenn und aber, wäre der richtige Ansatz, um zu verhindern, dass die Demo nicht von Neonazis unterwandert wird."

Auf das fragliche Video, dass zur Zeit im Internet verbreitet wird, hat der Runde Tisch keine Stellungnahme abgegeben. In diesem Video wird mit dem offziellen Plakat der Demonstration sowie mit Wehrmachtssoldaten zur der Demonstration aufgerufen. Auch ob es persönliche Kontakte zu der fragliche Vereinigung "Deutsche Nationalversammlung" gibt, wurde in der Stellungnahme nicht eingegangen.

* Wolfgang Schnur wurde aus der DA ausgeschlossen, da sich Stasi- Vorwürfe mehrten und 1996 schließlich verurteilt.

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