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Spenden für obdachlosen Hartz IV-Empfänger

Nach einem Fernsehbericht der ARD Sendung "Report Mainz" über einen Menschen, den die Arge Greifswald solange sanktionierte bis dieser obdachlos wurde, ruft nun die Diakonie zu aktiver Hilfe auf

Nach dem Fernsehbericht des ARD Magazins "Report Mainz" über einen Menschen, den die Arge Greifswald solange sanktionierte bis dieser obdachlos wurde, ruft nun die Diakonie zu aktiver Spenden- Hilfe auf. Die Arge Greifswald hatte einen Mann sanktioniert, da dieser zu "keiner Kooperation mit der ARGE bereit" sei. Insgesamt hatte die Arge dem Hartz IV-Betroffenen neun Monate keinerlei Arbeitslosengeld II (ALG II) Leistungen bezahlt. Zwischendurch wurden sogar keine Krankenversicherungsbeiträge gezahlt, so das kein Krankenversicherungsschutz bestand. Nun wurde auch noch die Wohnung aufgrund angewachsener Mietschulden zwangsweise geräumt. Das Brisante: Der Betroffene konnte die Anschreiben der Arge nicht lesen sowie die geforderten Bewerbungsunterlagen nicht schreiben, da dieser Analphabet ist. Wir berichteten: Sanktioniert bis ins Obdachlosenheim.

Durch die Räumung sowie die durch Arge nicht bezahlten Mietkosten sind mittlerweile rund 5000 Euro Schulden angewachsen. Zuviel Schulden, um einen Weg aus dem Obdachlosenheim zu finden. In einem Rundschreiben der Diakonie Greifswald machte diese deutlich: "Unabhängig davon, ob die Sanktionen zu Recht erfolgten oder nicht, sehen wir es aus diakonischer Sicht als unsere Aufgabe an, Menschen in Not zu helfen". Die Anwaltin des Betroffenen hält aus juristischer Sicht zwei Drittel der Sanktionen für widerrechtlich.

Wer spenden möchte, der sollte sich an die Diakonie Greifswald wenden. Superintendentur des Kirchenkreises Greifswald
Domstraße 13, 17489 Greifswald, Email: sup(at)kirchenkreis-greifswald.de (23.01.2009)

Der DGB kritisiert das Konjunkturpakt Bochumer Hartz IV-Anwalt vor dem BSG