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Studiengebühren: Studierendenberg bleibt aus

Studierendenberg bleibt aus. Hochschulpakt droht trotz geburtenstarker Jahrgänge zu scheitern

Denn entgegen den Berechnungen der Kultusministerkonferenz (KMK) blieb der Ansturm der Studierenden bislang aus, zeichnet sich kein Studierendenberg am Horizont ab. Im Gegenteil. Studiengebühren und lokale Numeri clausi haben dazu geführt, dass der Anteil der Studienanfängern gemessen an den AbiturientInnen und den Menschen mit Fachabitur im Vergleich zu 2003 deutlich gesunken ist. Während die Zahl der Hochschulzugangsberechtigten seit 2003 um mehr als 17 Prozent zunahm, fiel der Anstieg der StudienanfängerInnen mit fünf Prozent mehr als mau aus. Zwar stiegen die Anfängerzahlen im Studienjahr 2007 wieder leicht, allerdings blieben die Zahlen trotzdem deutlich hinter den Erwartungen der Wissenschaftsminister und der KMK zurück. Vor allem in den unionsgeführten Bundesländern war der Studienverzicht laut Statistischem Bundesamt besonders hoch. Dies führt dazu, dass die Ziele des Hochschulpaktes bisher weit verfehlt wurden. Von den bundesweit angekündigten 13.000 zusätzlichen Studienplätzen konnten die Hochschulen bislang lediglich 2.500 mit Studienanfängern besetzen.

"Unsere Befürchtungen werden leider wieder einmal bestätigt", macht André Schnepper, Sprecher des bundesweiten Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren deutlich."Wer angesichts dieser Zahlen noch immer Studiengebühren festhält, handelt bildungs- und gesellschaftspolitisch grob fahrlässig. Sollten die Gebühren weiter erhoben werden, wird der Hochschulpakt grundlegend scheitern. Nur ein gebührenfreies Studium und eine umfassende staatliche Finanzierung der Hochschulen in Verbindung mit einer ausreichenden Studienfinanzierung werden auf mittelfristige Sicht mehr junge Menschen für ein Studium begeistern." (28.07.2008)


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