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Hartz IV: Ein-Euro Jobs werden missbraucht

Der Bundesrechnungshof rügt die Arbeit der Jobcenter: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht!

Die Tageszeitung "Hannoverische Allgemeine Zeitung" berichtet in der morgen erscheinenden Ausgabe, dass der Bundesrechnungshof die Arbeit der Jobcenter deutlich rügt. Neben erheblichen Mängeln der Beratung von Hartz IV Betroffenen, rügt der Bundesrechnungshof die Vergabe der sogenannten Ein-Euro-Jobs.

Schon seit Beginn der Einführung der Eingliederungsmaßnahme "Ein-Euro-Jobs" sind diese im Fadenkreuz der Kritik. Nun bestätigte- hoch offiziell- der Bundesrechnungshof die Kritik an den Ein-Euro-Jobs. Bei zwei Drittel der überprüften Maßnahmen, so der offizielle Bericht, sei mindestens eine Förderungsvorrausetzung nicht erfüllt. So werden Ein-Euro-Jobber ohne Perspektive einer möglichen Arbeitsstelle oder als Ersatz für entlassene Arbeitskräfte eingestellt. Ein-Euro-Jobber dienen zumeist als vom Staat finanzierte Billig-Arbeiter. Der Staat gibt jährlich knapp eine Milliarde Euro für diese "Fördermaßnahme" aus.

Weiterhin kritisierte der Bundesrechnungshof, dass etwa neun Wochen vergehen, bis ein Erstgespräch mit einem Sachbearbeiter statt findet, in dem es um mögliche Förderinstrumente oder Arbeitsperspektiven geht. Bei den sogenannten Eingliederungsvereinbarungen vergingen sogar sechzehn Wochen bis zum Abschluss. Jede dritte Eingliederungsvereinbarung wird erst gar nicht abgeschlossen. Insgesamt kann die Beratungstätigkeit der zuständigen Ämter als äußerst ungenügend bezeichnet werden. (25.07.2008)




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