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Hartz IV: Mehr Hinzuverdienst gefordert

Hartz IV Empfänger werden im Alltag vor allem an Firmen vermittelt, die in den Stellenanzeigen der Online Datenbank ihre Jobs anpreisen. Eine Sprecherin der BA bestätigte auf Anfrage, dass die "Jobbörse dafür ein zentrales Instrument" sei. Wenn nun jedoch ein ALG II Empfänger diesen Callcenter-Job aus Gewissensgründen ablehnt, wird der Leistungsbezug gekürzt.

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts fordert einen höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten für Hartz IV Empfänger

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn sprach sich für eine Neuregelung der Hinzuverdienstmöglichkeiten beim Arbeitslosengeld II aus. Sinn fordert, dass die ursprünglichen einhundert Euro auf fünfhundert rauf gesetzt wird. Gegenüber der Bild Zeitung sagte Sinn: "Die Hinzuverdienst-Grenze sollte von 100 auf 500 Euro hochgesetzt werden, und auch danach sollte der Staat nicht so viel wegnehmen". Der Staat sollte dazu animieren, Hinzuverdienst- Möglichkeiten zu nutzen. Damit würde der Staat "weniger fürs Wegbleiben ausgeben müssen." Die von Hans-Werner Sinn seit Jahren verbalisierte Überlegung bezieht sich auf eine Ausweitung staatlich finanzierter Kombilöhne.

Bert Rürup (Vorsitzende des Sachverständigenrates) meinte jedoch, dass die aktuelle Hinzuverdienst- Regelung viel zu attraktiv sei und dass die Jobcenter den Druck auf Hartz IV Empfänger erhöhen sollte. Gegenüber der Bild sagte Rürup "Im Gesetz steht, dass Hartz-VI-Empfänger jede zumutbare Arbeit annehmen müssen. Diesen Grundsatz in der Praxis durchzusetzen ist die Aufgabe der Arbeitsvermittler." (12.02.2008)

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