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Hartz IV: Arbeitslosigkeit sinkt?

Die SPD nahe Jugendorganisation "SJD- Die Falken" kritisieren den Jubel über die sinkenden Arbeitslosenzahlen

Die neuen Arbeitslosenzahlen klingen gut: Von 10,5% auf 8,8%, das sind 125 000 Menschen weniger in Hartz IV. Wirklich? Wie viele von denen mit Job brauchen zusätzliche Unterstützung, weil sie von ihrem Gehalt nicht leben können? Fest steht: Mehr als 1 Million abhängig Beschäftigte müssen zusätzlich zu ihrem Lohn, Sonderleistungen wie Hartz IV beantragen, um einen minimalen Lebensstandard zu erreichen. Die Forderungen der Gewerkschaften sind also mehr als berechtigt. Der gesetzliche Mindestlohn muss her, damit sinkende Arbeitslosenzahlen auch wirklich dafür stehen, wofür sie jetzt gefeiert werden: Für mehr Menschen in gerecht bezahlter Arbeit und Wohlstand.

Die Jugend bleibt abgehängt!?

Firmen klagen gar über einen zunehmenden Mangel an Fachkräften. Die Zahl der offenen Stellen für Elektriker sei gestiegen. Die Zahl der Lehrstellen ist allerdings weiter deutlich gesunken! Grund zur Klage haben daher die Jugendlichen, für die es keine Ausbildungsplätze gibt, auf denen sie sich ihre Fachkompetenzen aneignen können! "Die Klage der Firmen ist unberechtigt! Genügende und qualifizierende Ausbildungsplätze bieten Zukunftsperspektiven für Jugendliche und ermöglichen den Abbau des Fachkräftemangels," äußert sich Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD-Die Falken. "Hier wird deutlich, dass die Wirtschaft nicht in der Lage ist, den Bedarf an Fachkräften selbst auszubilden. Daher hat unsere Forderung bestand: Wer nicht ausbildet, soll zahlen!", führt Sven Frye weiter aus. Die SJD - Die Falken unterstützen daher die Kampagne der DGB-Jugend "Ausbildung für alle". (27.07.07)

Ist Hartz IV: Rechtlos im Rechtsstaat? Gaspreise müssen nicht mehr hingenommen werden