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Hartz IV: ARGE Skandal Bochum

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Schulkind, achtzigjähriger Pflegefall und schwerstbehinderte junge Frau als Opfer Bochumer Sozialbehörden! Wieder einmal bahnt sich in Bochum ein Skandal der Sozialbehörde ARGE an.

Durch die Instrumentarien der neuen Sozialgesetzgebung und deren rücksichtslose Anwendung durch „Fallmanager“ sind jetzt ein Schulkind, dessen an Krebs erkrankter und zudem an einer neurologischen Krankheit leidender achtzigjähriger Großvater sowie eine auf fremde Hilfe angewiesene schwerstbehinderte junge Frau auf einem Streich zu Opfern einer Sozialbehörde geworden.

Ausgangspunkt ist die allein erziehende Mutter des Kindes, die einen Berufsabschluss in einem Pflegeberuf nachholen wollte und hierfür das Recht auf Kinderbetreuung per Eingliederungsvereinbarung abgesprochen bekam, damit diese nur geduldete und im Maßnahmenkatalog des ALGII nicht vorgesehene Ausbildung für die Stadt noch günstiger käme.

Weil nur noch der Kindesvater zur Betreuung des Schulkindes einspringen konnte, ergab sich durch den Umstand, dass dieser bereits selbst mit einem Pflegefall, nämlich dem achtzigjährigen Großvater des Kindes beschäftigt ist, ein Konflikt für die Mutter. Da entweder das Kind oder dessen Großvater vernachlässigt werden musste, löste sie das Problem in dem sie die Ausbildung aufgab und stattdessen die halbtagsweise Versorgung einer körperbehinderten jungen Frau übernahm um so an eine für alle Beteiligten verträgliche Tätigkeit zu gelangen. Die Sozialbehörde ARGE teilte daraufhin der Mutter mit, sie hätte eine Maßnahme abgebrochen, droht ihr nun mit Sanktionen und stellt ihre Tätigkeit bei der jungen Frau in Frage, die zwingend auf Hilfe angewiesen ist und nicht von jetzt auf gleich eine Ersatzkraft findet. Trotz ihrer schweren Körperbehinderung steht diese junge Frau aus nicht näher benannten Gründen in der Öffentlichkeit,womit der Fall, der Schlagzeilenpotential hat, vermutlich sehr weite Kreise ziehen wird. (03.06.07)



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