Hartz IV 4 Hartz IV News Urteile Hartz IV Hartz IV Forum Fragen & Antworten Hartz IV GEZ Befreiung bei Hartz IV Hartz IV Formulare Hartz IV Musterwidersprüche Hartz IV & Kind Bewerbungshilfe ALG II Probleme Hartz IV Newsletter Widerspruch 1 Euro Job Alg II Leitfaden Beruf & Hartz IV Arbeitslosigkeit- Was nun? Elterngeld Sozialmagazin Abitur nachholen Hartz IV Links Jobsuche
Hartz IV - ALG II Hartz IV News

Hartz IV News


Hartz IV-Antrag Bedarfsgemeinschaft ALG II Elterngeld Rechner Hartz IV Ratgeber Pfändungssicheres Konto (P-Konto) Kinderzuschlag Hartz-IV Übersicht Hartz IV Regelsatz Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Miete & Hartz IV | Wohnung bei Hartz 4 Bürgerarbeit Ausbildung und Hartz IV Mehrbedarf Hartz IV Hartz IV Warmwasser- und Energiekosten Anrechnung des Überbrückungsgeldes bei Hartz IV Umzug bei Hartz IV / ALG II Suchen Hartz IV Beratungsstellen Günstigen Strom suchen Hartz IV Radio Ihr Artikel bei uns Wohnung Suchen Unterzeichnen gegen HARTZ IV Konzept Heizkosten Check Impressum Kontakt


Geringere Arbeitslosenzahlen ist Scheinentlastung

Scheinentlastung des Arbeitsmarkts über Niedriglohnsektor nicht zukunftsfähig

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen für den Monat November erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion PDS.Linkspartei Sabine Dirlich: Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist unbestreitbar, und für alle, die wieder Arbeit gefunden haben, ist das nur gut. Das Problem der Massenarbeitslosigkeit allerdings bleibt angesichts von 202.569 Arbeitslosen völlig ungelöst, das betrifft in besonderem Maße die Langzeit- und die Jugendarbeitslosigkeit.

Zu hinterfragen ist zudem die Qualität neu aufgenommener Arbeit. Ein Beispiel macht das Problem überdeutlich: Im Landkreis Schönebeck bekommen ca. 2.300 Menschen Leistungen nach Hartz IV, obwohl sie nicht arbeitslos sind. Es handelt sich hier um die sogenannten „Aufstocker“, deren Durchschnittsverdienst bei ca. 500 € liegt. Ihre Zahl hat sich innerhalb nur eines Jahres um etwa 1.000 erhöht. Das sind also 1.000 Arbeitlose, die geringbezahlte Arbeit angenommen haben, eine enorm große Zahl, wenn man die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Landkreis kennt, die bei rund 3.900 liegt und wenn man weiß, dass insgesamt etwa 1.300 Menschen in Arbeit gebracht werden konnten.

Offensichtlich sind - entgegen allen Behauptungen - viele Arbeitslose sehr wohl bereit, fast jede zumutbare Arbeit fast zu jedem Preis anzunehmen.

Es stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung für die Bundesrepublik oder für Sachsen-Anhalt tatsächlich als positiv gewertet werden kann. Einerseits weitet sich der Niedriglohnsektor aus, ein von der herrschenden Politik gewollter Prozess. Andererseits bleibt die Belastung der Kommunen auf hohem Niveau, weil diese Geringverdiener Anspruch auf die Kosten der Unterkunft haben. Während die Zahlen der Bedarfsgemeinschaften sinken, bleiben die Kosten der Unterkunft auf dem gleichen Niveau. Der Bund wird also ent-, die Kommunen belastet. Eine Scheinentlastung des Arbeitsmarkt über den Niedriglohnsektor ist für Sachsen-Anhalt nicht zukunftsfähig.

Lesen Sie auch:
Hartz IV Urteile: Keine Stärkung der Rechte?
Hartz IV: BSG rügt die Vorgabe ang. Wohnraum
Hartz plus statt Hartz IV: Neuer Wegweiser?

Osterode: Hartz IV Empfänger im Hungerstreik ALG II Weihnachtstränen